Jede vierte Wiener Wasserprobe enthält zu viel Blei

Rechtzeitig zu Saisonbeginn, wie jedes Jahr im Frühjahr, schlägt unser qualitativ hochwertiges österreichisches Wasser wieder Wellen durch die Medienlandschaft.

Jede vierte Wiener Wasserprobe enthält zu viel Blei

jede vierte Wiener Wasserprobe enthält zu viel Blei
(Foto: Fotolia) 


Dieses Mal untersuchte die Firma Aqua Quality Austria – wer auch immer diese Firma sein mag, Google war diesbezüglich leider nicht hilfreich – 30.000 Wiener Wasserdaten.

Das Ergebnis der Studie ist erschreckend, heißt es weiter im Artikel.

Wir sagen hier bereits: NEIN! Stimmt nicht! Denn dieses Problem ist bereits seit Jahren bekannt!

Wasser ist ein Lösungsmittel, jeder der sich schon mal die Hände oder das Gesicht gewaschen hat sollte das wissen. Das Wasser Kleinstteilchen der Rohre mitnimmt und uns somit Blei aus den Rohren bis in die Küche, in den Kaffee, Tee oder in Juniors Kakao liefert sollte somit auch jedem klar sein. Zumindest wer schom mal in einer Tropfsteinhöhle war, oder zumindest das Thema Wasser in der Volksschule durchgenommen hat.

Wen wundert es also dass das hochgelobte saubere Trinkwasser in Österreich, welches im Gebirge der Natur entspringt, nach hunderten KM in Leitungsrohren bei den Menschen in komplett anderem Zustand ankommt. Gerade in Wien enthält daher jede vierte Probe viel zu viel Blei. Schuld daran sind die alten Bleirohre.

Messwerte bleiben konstant schlecht!
Erschreckend? Eher logisch! Obwohl die Blei-Rohr-Problematik schon seit langem bekannt ist, werden von Messung zu Messung die Werte nicht wirklich besser. In Wien sind 27,3 Prozent der unteruchten Proben betroffen. Vereinzelt erhöhte Werte bei Chrom, Kupfer oder Nitrat komplettieren schließlich den chemischen Cocktail unseres Trinkwassers.

Jede fünfte Wasserprobe österreichweit überschreitet Grenzwert!

Österreichweit überschritt jede fünfte (21,6 Prozent) analysierte Wasserprobe von öffentlich versorgten Haushalten zumindest einen Grenzwert. Blei und Nickel aus Leitungen und Armaturen waren dabei die Hauptgründe für die schlechte Wasserqualität.

Hausbrunnen ist bitte nicht gleich Hausbrunnen!

Das diese im ländlichen Raum oft mit Nitrat belastet sind ist korrekt, hieraus jedoch ein generelles Problem zu machen ist an dieser Stelle fix nicht in Ordnung!

Das Nitratproblem ist durch die flächendeckende Überdüngung ein ortlich bedingtes Problem. Wo viel herkömmliche Landwirtschaft stattfindet dort werden wir IMMER Nitrat im Grundwasser finden, zb Marchfeld, denn Regenwasser versickert eben nunmal und nimmt überflüssigen Dünger mit.

Was allerdings die wenigsten Menschen wissen, dass durch die Wasserwerke aufbereitets Grundwasser mit dem Wasser der Wiener Hochquellwasserleitung gemischt wird, um die Stadt Wien überhaupt mit der benötigen Menge Wasser versorgen zu können. Und gut so, denn „Quellwasser“ für die Clospülung wäre sowieso Resourcenverschwendung.

So gibt es aber auch durchaus Gebiete wo das Grundwasser und somit der Hausbrunnen absolute 1A Wasserqualität hat. Hier sind uns aber durchaus auch Fälle bekannt wo die Brunneneigentümer gedrängt werden sich ans öffentliche Netz anzuschließen obwohl sie dadurch einen Qualitätsverlust bei Ihrem persönlichen Trinkwasser erleiden.

Vergessen wir also nicht dass Wasser ein Wirtschaftsgut ist! Der finanzielle Aspekt der öffentlichen Hand darf also hier nicht aus den Augen gelassen werden!

Gerade in den östlichen Bundesländern Niederösterreich, Burgenland und Wien ist Wasser oft mit Nitraten belastet. 21,5 % der Proben in Niederösterreich, 22,5 % der Proben im Burgenland und 22,6 % der Proben in Wien überschritten den Nitrat-Grenzwert. Laut Analyse sind 40 % aller Hausbrunnen als „nicht genusstauglich“ einzustufen.

Das Nitratproblem muss bitte dort gelöst werden wo es entsteht: Bei den Düngevorschriften, die den Bauern von der Lebensmittellobby vorgeschrieben werden!

Was können wir also wirklich tun?

Kein Stagnationswasser trinken – sollte selbstverständlich sein

Stagnationswasser ist das Wasser welches – oft stundenlang – in der Leitung steht. Dieses Wasser hat die schlechteste Qualität und die hier werden die Grenzwerte am stärksten überschritten. Wasserhahn voll aufdrehen und das kalte Wasser rinnen lassen, bis sich die Temperatur nicht mehr verändert.

Hausbrunnen:

Gerade bei Sommerwohnsitzen, nach starkem Regen und Hochwasser. Hausbrunnen sollten im Idealfall regelmäßig getestet werden! Einmal pro Saison genügt wie empfohlen genügt nicht! Messgeräte gibt es im Handel, und sind erschwinglich.

Jeder der über einen eigenen Hausbrunnen verfügt sollte sich glücklich schätzen, denn es bedeutet dass er Wasser kostenlos zur Verfügung hat.

Trinkwasser aus dem Wasserhahn:

Vor der Entnahmestelle in der Küche eine qualitativ gute, eigene Wasseraufbereitungsanlage vorschalten und mit gutem Gewissen bestes, sauberes zellverfügbares Trinkwasser in Quellwasserqualität, ohne weitere Kosten genießen. Egal ob gerade wieder Messwerte überschritten wurden oder es Probleme durch Hochwasser gibt, mit einer eigenen Osmose-Anlage sind wir immer auf der sicheren Seite. Unserer Gesundheit zuliebe!

Blicken Sie sich nicht durch im Wasserfilter-Anbietermarkt-Dschungel? Unser Verein beratet Sie gerne!

Quelle Originalartikel: http://www.heute.at/lifestyle/gesundheit/art23696,1137227,2#__

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